GamesCom 2010

Das mit dem Bilder einfügen funktioniert noch nicht so ganz richtig. Aber vorerst muss das reichen ;D

Die GamesCom 2010 lockte 254.000 Besucher in die Kölner Messe op dä schäl Sick. Laut der offiziellen Seite waren außerdem 505 Aussteller aus 33 Ländern mit 200 Welt-, Europa und Deutschlandspremieren vertreten. Klingt nach einem klasse Event, war es auch!

Am 22. August war es dann auch endlich für mich soweit: Verschlafen trottete ich durch Köln. Zu kalt war es an diesem morgen, so dass der brühwarme Kamps-Kaffee in meiner rechten Hand ungemütlich brannte. Um halb zehn stieß ich zu meiner Gruppe und gemeinsam betraten wir das Messe-Gelände.

Nach anfänglichen Koordinationsschwierigkeiten hatten wir dann auch die hübschen roten Bändchen an unseren Handgelenken, die uns die Tore zu den FSK-18-Bereichen öffnen sollten.

Drinnen angekommen standen wir vor der berühmten Qual der Wahl: Über 4 Hallen erstreckte sich die Convention. Zunächst überfordert von dieser Reizüberflutung stapften wir einfach drauflos und landeten in Halle 6.

Von weitem leuchtete uns schon das „World of Warcraft: Cataclysm“-Emblem entgegen und am liebsten hätten wir uns direkt dort angestellt. Aber es gab zu viel zu sehen und bei einer Wartezeit von mehreren Stunden überlegt man sich das dann dreimal.

Kaum angelangt bei einer Attraktion fiel uns bereits das nächste ins Auge. Von WoW zu Final Fantasy XIV, zu Fear, zu Rockband 3 und so weiter. Klar war nur, wir wollten spielen! Am liebsten alles! Aber wo anfangen?

Zunächst wollten Sena und Lala (die beiden netten jungen Damen auf den Fotos weiter oben) ordentlich auf der Bühne mit Rockband 3 abrocken. Nachdem die Schlange aber kein Ende nahm und wir ungeduldig wurden, zogen wir weiter.


Eines haben wir uns aber in keinem Fall nehmen lassen: Final Fantasy XIV. Rund 40 Minuten standen wir, um eines der begehrten Tickets zu erhalten. Pro Stunde wurden nur 24 Freifahrtscheine zum Spielen verschenkt. Überglücklich standen wir eine Stunde später auch schon in der Schlange und warteten auf Einlass. Spielen durften wir ganze 25 Minuten, die absolut nicht gereicht haben. Allein die Charaktergestaltung nahm fast die ganze Zeit in Anspruch. Nur der Zeitdruck bewegte mich, „irgendwas“ zu kreieren, um schließlich ungeduldig die neue Welt zu erkunden. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich das geschafft hätte. Tatsächlich hatte ich dann sogar einen eigenen kleinen Helfer die ganze Zeit hinter mir stehen, der mir zwischendurch sagte, wo ich lang muss, wie man kämpft, die Kamera dreht, und so weiter.

Das genialste daran war aber, dass unsere Charaktere auf einem Final-Fantasy-USB-Stick gespeichert wurden, die wir dann geschenkt bekommen haben. Nicht zu vergessen den Betakey, um das Game während der Betaphase kostenfrei spielen zu können.

Kurz etwas zum Spiel selber:

Wie auch schon bei FFXI handelt es sich hierbei um eine Online Version. Dieses MMORPG ist ab Ende September erhältlich und wird 12,99 € / 30 Tage kosten. Mein persönlicher Störfaktor hierbei ist die Tatsache, dass ich nur einen Charakter spielen kann. Jeder weitere kostet schlappe 3 € pro Monat. Ein kostenloser Helfer wird allerdings zur Verfügung gestellt (in etwa mit dem so genannten „Bank-Char“ von WoW) vergleichbar.

Leider kann ich den Betakey nicht nutzen, da die Systemvoraussetzungen die Hardware meiner alten Kiste bei weitem sprengen. Wer sich hierzu genauer informieren möchte, schaut am besten hier nach.

In der kurzen Zeit, wo ich FFXIV testen konnte, kann ich nur sagen, dass die Grafik hervorragend war. Das Spielgefühl war auch angenehmen, wenngleich ich „Aktionen ausführen“ etwas gewöhnungsbedürftig empfunden habe.

Ganz ehrlich? Ab hier weiß ich gar nicht mehr, wie es genau weiter ging. Ich weiß nur: Es war toll!


Wir wechselten irgendwann die Halle, auf der Suche nach einer dieser tollen AION-Taschen. Glück hatten wir erst gegen 14 Uhr, weil die Taschen innerhalb von 10 Minuten vergriffen waren und nur stündlich geliefert wurden.

Eine kurze Pause war auch noch drin und weiter zur nächsten Halle.

Spannend fand ich auch den an der Decke angebrachten Monitor, um liegend vom Bett aus spielen zu können.

Kennt ihr die Raving Rabbids? Nein? ANSCHAUEN! Sehenswert. Auf der GamesCom konnte natürlich das neueste Werk der Macher begutachtet und getestet werden. Very Funny! Ich selbst habe nicht gespielt. Dafür wollte ich lieber noch weiter und noch mehr sehen. Aber Sena und Lala schienen überzeugt. Fazit: Ich brauche eine Wii!

Während Sena und Lala dann bei Fear anstanden, bin ich noch was über das Gelände geschlendert und am Ende bei irgendeiner Computer-Zeitschrift hängen geblieben. Dort wurden Handys verteilt. For free!

Um 18 Uhr war dann leider schon alles zu Ende. Nächstes Jahr werde ich mich definitiv an Joschi hängen. Er und Sarah haben Unmengen an T-Shirts abgesahnt, Trinkflaschen, Schlüsselbänder, Poster, Taschen… Zu kurz war es in jedem Fall. Gerne hätte ich noch ein paar Spiele gespielt. Oder den Live Raid gesehen. Oder wäre ins Theatre gegangen. Oder oder oder. Heißt also für die nächste Con gleich zwei Karten holen (Samstag & Sonntag).

Den Tag haben wir – wie es sich gehört – bei McDonald’s beendet.

Danke für den tollen Tag. Ich liebe Euch!

Wo ist Deutschlands Wertgefühl hin?

Dieser Artikel war ursprünglich für einen ganz bestimmten Zweck gedacht. Erwartet wurde ein Text mit maximal 4.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen), was je nach Schriftart und -größe gerade mal 1,5 Seiten in Word bedeutet.

Ich bin mir durchaus bewusst darüber, dass dieses Thema ausführlicher behandelt werden müsste. Ich werde ihn daher eventuell in absehbarer Zeit überarbeiten und komplettieren.

Warum haben wir aufgehört, uns durch unser Land zu definieren? Wo ist unser Wertgefühl geblieben?

Der moderne „Deutsche Nationalstolz“ hat nicht mehr viel mit echtem Patriotismus zu tun. Ausgeprügelt wurde er uns – zu Recht. Wie getretene Hunde ziehen wir die Köpfe ein, wenn wir an unsere Nationalität denken.

Ein Problem der Deutschen, das eigentlich keines sein sollte. Denn für was wir uns schämen liegt mehr als ein halbes Jahrhundert zurück. Trotzdem hat es fast jeder von uns, vorgelebt von der eigenen Familie.

Doch wenn unsere National-Elf bei der WM 2010 ein historisches Tor nach dem anderen schießt, oder wenn Lena in Oslo abräumt, dann sind wir alle Deutschland. Einige wenige unter uns nutzen solche Situationen eventuell aus rein opportunistischen Motiven, wollen dazugehören, dem Ruf der Gemeinschaft folgen. Was mitunter jene stören mag, die sich nie von der Vergangenheit ihre Liebe zum Vaterland haben nehmen lassen. Andere nutzen solche Gelegenheiten, sich zu bekennen und ihrem Nationalgefühl Ausdruck zu verleihen.

Denn jeder braucht ein Vorbild. Sei es einen Präsidenten, eine Kanzlerin, oder eben einen Helden. Einen ganz modernen, aber menschlichen Helden. Zum Beispiel einen Bundestrainer. Wir leben in einer Spaßgesellschaft. Politische Führungskräfte sind wichtig, aber für den Otto Normalverbraucher intellektuell zu anstrengend. An Lena aber kann sich jeder lehnen. Man kann zu ihr aufsehen, sie bewundern, sie kritisieren, sie lieben, sie in Frage stellen. Eben eine alltagstaugliche Heldin, mit der wir uns identifizieren können.

Also ist der Gelegenheitsstolz eigentlich wohl kein falscher Stolz, sondern unterdrückter. Ist es wirklich nötig, sich für eine Vergangenheit zu schämen, mit der unsere Generation nichts mehr zu tun hat? Oder anders: Haben wir etwas, auf das wir stolz sein können?

Haben wir.

Aller Bürokratie zum Trotz hat jeder die Möglichkeit, sich zu verwirklichen. Und ganz gleich was Pisa sagen mag: wer sich wirklich Mühe gibt, kann ein gutes Bildungssystem nutzen.

Wir leben in einem reichen Land und haben in den vergangenen Jahrzehnten eine große Entwicklung durchgemacht. Unser Gesundheitssystem ist durchaus beachtlich. In wenigen Ländern gibt es eine bessere Versorgung.

Und egal wie sehr wir uns über die Politiker aufregen, unser Sozialsystem ist effektiv und – wenn auch nicht vollkommen – doch recht ansehnlich.

Für all das trägt auch unsere Generation die Verantwortung.

Wir haben keinen Grund uns für unsere Vergangenheit zu schämen. Nur vergessen dürfen wir sie nicht, wenn wir verhindern wollen, dass sich derart Schreckliches wiederholt.

Stattdessen sollten wir lernen uns zu bekennen. Wir sollten unsere Augen öffnen und entdecken, was wirklich gut ist. Ein gesundes Mittelmaß zwischen Stolz und Bewusstsein gegenüber der Vergangenheit befähigt uns am Ende, uns weiter zu entwickeln und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken, um ihr selbstbewusst entgegen treten zu können.