Von verlorener Zeit und Selbstbetrug.

Ich war noch nie so der Typ „gute Vorsätze für das nächste Jahr“. Eigentlich braucht man keinen konkreten Tag im Jahr um die Dinge in Angriff zu nehmen, die längst überfällig sind. Aber so ganz ohne kann auch ich nicht, das gebe ich zu. Ich knüpfe meine „ToDo-Liste für dieses Jahr“ aber eher an die Bedingung Alter. Da ich praktischerweise im Januar Geburtstag habe, bin ich vielleicht doch ganz heimlich ein „Vorsatz für das nächste Jahr“-Typ.

 

Immer wenn ich ein Jahr älter werde, nehme ich mir was vor. Dieses Jahr bin ich 26 geworden. Ich sehe es noch vor mir, wie ich mit meinen Freunden um den Tisch sitze, provisorische Stühle – gebastelt aus umgedrehten Flaschenkisten – aufgestellt. Ich bin erst vor wenigen Monaten eingezogen und dieses Mal wollte ich endlich „zuhause“ sein. Und da dachte ich mir noch, jetzt, mit 26, bin ich nicht mehr einfach nur eine junge Erwachsene. Jetzt bin ich eine junge Erwachsene mit Lebenserfahrung. Zumindest etwas. Und daraus sollte ich etwas machen. Dieses Jahr werde ich reifer und gelassener sein. Überlegter handeln. Vorwärts kommen. Und dafür habe ich sogar ein ganzes Zeitjahr Zeit.

 

Gestern bin ich ins Büro gekommen und habe den Kalender auf den 21. umgestellt. Wie jeden Morgen starte ich den PC und öffne diverse Nachrichtenportale und auch Bloglovin. Und da waren sie, die ersten Posts: „Dinge, die wir vor dem Weltuntergang tun sollten“. Tweets wie „Firmen-Weihnachtsfeier fällt auf den 21.12. Also haben alle betrunken gesagten Worte keine Konsequenz #Weltuntergang“ Und dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen: In einem Monat?! Das heißt, es ist November. Das heißt, ich habe in zwei Monaten wieder Geburtstag und das wiederum heißt, dass das Jahr rum ist und was habe ich geschafft?

 

Nichts.

 

Die Zeit ist einfach rum gegangen. Die hat nicht um Erlaubnis gefragt, hat sich zwischendurch nicht gemeldet, mich vorgewarnt. Sie ist weg.

 

Ich fühle mich betrogen.

 

Gestern Abend wollte ich dann einen Plan machen. Einen Wochenplan. Alle Dinge, die getan werden müssen, regelmäßig. Feste Tage einplanen und künftig ToDo-Listen erstellen. Für mehr Freizeit.

 

Ich kam also nach Hause. War fertig vom Tag. Ich habe noch schnell gespült, gekocht, gegessen, und bin ins Bett gefallen.

 

Heute Morgen bin ich ins Büro gekommen und habe den Kalender auf den 22. November umgestellt. Schon wieder ein Tag rum. Nichts ist passiert. Ich könnte kotzen.

Eigentlich betrügt man sich nur selbst.

Eigentlich betrüge ich mich selbst.

Wieder da

Wieder da!
Und ich hoffe, dass hier bald mehr los ist!
Das Layout bleibt vorerst so, auch, wenn es mir nicht sonderlich gefällt. Aber besser als vorher. Wenn ihr Tipps habt, nur her damit!

 

Voraussetzungen:
Es sollte nur eine Spalte haben, also keine Sidebar!
Es müssen Artikelbilder angezeigt werden!
Header muss angepasst werden können!
Gleiches gilt für Schriftart der Artikelüberschriften!
Social Media darf gerne eingebunden werden.
Und möglichst clean das alles. Im Footer pack ich gern die ganzen Menüs rein, aber alles andere einfach und schön.

 

– Sandra