Neon – Ausgabe März 2011

Pünktlich zum Valentinstag erschien die neue Ausgabe der Neon. Überglücklich, dass mich kein rosa Titelblatt anleuchtete, griff ich beherzt zu. Ich frage mich immer noch, wie lange es wohl dauert, bis ich mir endlich ein Abo zulege. Immerhin kaufe ich sie ja doch jeden Monat neu.

In einer Welt, wo am 14. Februar selbst für Apps ein rosafarbenes Kommerzupdate erscheint, war ich über das dunkle Titelblatt doch eher entzückt. Die Titelthemen jedoch fand ich allerdings weniger spannend. Einzig das Thema „Bist du WG-Tarier?“ empfand ich als mäßig ansprechend, es versprach unterhaltsamer zu werden. (War am Ende doch einer der Artikel, die ich nicht mal zu Ende gelesen habe…)

Die „Nur eine Frage“-Rubrik hat mir dieses Mal sehr gut gefallen, sie lautete:

„Was ist dir peinlich?“

Ich frage mich dann immer, was ich dazu sagen würde und gestehe: Keine Ahnung. So vieles und irgendwie nichts.

Auch die „Deutschen Geschichten“ und der „Wortschatz“ gefallen. Es war auch das erste Mal, dass ich mir „Der Soundtrack meines Lebens“ durchgelesen habe. In diesem Heft von Mary Beth Patterson.

Der erste Artikel dreht sich rund um den Wutbürger oder vielmehr die Suche des Autors Philipp Schwenke nach eben diesem. Das Thema selbst ist nicht neu und wird über fünf Seiten lang ausgiebig durchleuchtet. Dem Stil von Schwenke war es zu verdanken, dass ich den Bericht dennoch gerne gelesen habe.

Jakob Schrenks „Emotionaler Terrorismus“ finde ich sehr gelungen. Er schafft es neuerlich, mit seinem Artikel den Blick neu zu justieren, er zwingt zum überdenken und sagt gerade heraus, wie es ist.

„Niemand interessiert sich für komplexere Erklärungen, in denen es darum gehen könnte, dass die Politik schon lange nicht mehr das Zentrum der Gesellschaft ist und es ihr kaum mehr gelingt, andere Teilsysteme wie etwa die Wirtschaft zu steuern.“, schreibt er und spricht davon, dass wir uns vom Charakterposing der Politiker beeinflussen lassen. Ich bin da keine Ausnahme. Wenn etwas in der Politik nicht so läuft, wie wir es uns wünschen, dann lassen wir uns schnell hinreißen, jemanden als unfähig abzustempeln. Dabei hinterfragen wir nur selten, welch komplexe Thematik dahinter steckt. Wie auch? Ich hatte gerade mal zwei Jahre Volkswirtschaftslehre an der Schule. Politik? Sechs, setzen. Alles, was ich weiß, erfahre ich aus den Medien. Und ganz gleich wer was dort oben verspricht, am Ende kommt es ohnehin immer anders. Wir bekommen keinen Einblick hinter die Kulissen, verstehen würden wir vermutlich ohnehin nur die Hälfte. Aber kann man es uns dann wirklich übel nehmen, wenn wir uns – nicht ganz korrekt – ein anderes Kriterium zur Bewertung politischer Fähigkeiten suchen?

„Rauchen schadet ihrer Gesundheit“ erzählt von den Kindern, die in Malawi die Blätter der Tabakstauden ernten. Dort, in dem Land im südöstlichen Teil Afrikas, beginnen die Kinder in jungen Jahren schon, auf den Feldern zu arbeiten. Für neun Monate harte Arbeit erhält eine Familie gerade mal 180 EUR, schreibt Markus Wanzeck. Dabei nehmen die Kinder die ganzen giftigen Stoffe auf. Es sind diese Art von Meldungen, die einem ans Herz gehen. Schuldbewusst denke ich an die Schachtel Marlboro in meiner Tasche und wie viele Kinder deswegen wohl an Kopfschmerzen und Übelkeit gelitten haben.

Aber was kann man dagegen tun? Malawi ist abhängig von den Exporteinnahmen und der Rest der Welt vom Nikotin. In Gedanken versunken starre ich dann vor mich hin, bis schließlich das Telefon klingelt. Mein Chef, ein Sachbearbeiter, ein Mandant. Und ganz schnell bin ich wieder zurück in meiner eigenen Realität. In dieser gibt es genug Probleme für ein Leben. Ich überblättere den Rest des Artikels. So wie immer. Nicht, weil er mich nicht interessiert, sondern eben deswegen.

In „Erwartet weniger. Nicht nichts. Weniger!“ erklärt man uns über 36 Tipps verstreut, wie wir die Zukunft überstehen werden. Und bin genau so schlau wie vorher. Kommt mir fast wie ein Lückenfüller vor.

Das Experiment ein Arschloch zu sein ist genau meine Kragenweite. Gleiches wollte ich auch mal ausprobieren. Schätze, dass ich es ähnlich wie Marc Schürmann machen und ebenfalls vorzeitig abbrechen würde. Damit aus mir ein richtiges Arschloch wird, müsste ich Aggressionen aufbauen, die mich über meinen Höflichkeitsschatten springen lassen. Was mir wiederum zu anstrengend wäre.

„Ehrliche Kontaktanzeigen“. Reingeschaut. Uninteressant. Weiter geblättert. Wie immer. Gefallen haben aber: „Das sagt der Körper“, „Der Sechs-Dollar-Job“ und„Was darf der Chef?“.

„Robinsons Gold“ erweckt in einem das Verlangen, selbst los zu ziehen und den Schatz zu finden. Oder dem Fluch auf den Grund zu gehen. Und nach der „Kolumne: Nein Danke!“ von Tillmann Prüfer ekel ich mich vor mir selbst, auch ganz ohne Slipeinlagen. Ob „Der Star aus dem Internet“ gut ist, kann ich euch nicht sagen. Ich sah nur das Bild, las die Bildunterschrift dazu und fegte die Seite panisch weiter. Über manche Dinge möchte ich einfach nichts wissen.

Der Rest – langweilig.

Alles in allem aber wieder eine lesenswerte Ausgabe meiner heiß geliebten Zeitschrift.

Gewinnspiel

Auch ich kam nicht umhin an diesem genialen Gewinnspiel von phasedrei teilzunehmen. Wenn man sich die drei Hauptgewinne anschaut, geht einem als stolze Blogbesitzerin (zum Verständnis siehe Teilnahmebedingungen) doch direkt das Herz auf. Zu gewinnen gibt es einen iPod Toch der 4. Generation (1. Preis), einen Apple TV der 2. Generation (2. Preis) und einen iPod Shuffle, ebenfalls der 4. Generation (3. Preis). Wer dann noch brav bei Facebook und Twitter trommelt und konstruktive Kritik parat hat, hat außerdem die Möglichkeit auf weitere tolle Gewinne!

Wie ihr gewinnen könnt, erfahrt ihr ganz einfach hier. Und alle diejenigen, die jetzt resignierend den Kopf einziehen, weil sie keinen Blog haben – auch an euch wurde gedacht.

Was war das größte Problem mit deinem PC oder Mac? Hast du es lösen können? Wenn ja, wie?

Mein bisher größtes Problem betrifft meinen PC auf der Arbeit. In absolut unregelmäßigen Abständen flimmert der gefürchtete Bluescreen auf. Warum, wieso, weshalb – das hat mir noch keiner erklären können. Ich habe das Gehäuse bereits entfernt, aber kein Staub oder dergleichen finden können. Der Kühler scheint auch intakt. Dank zahlreicher Tools weiß ich nun auch, dass die Temperatur im Normbereich liegt und der Arbeitsspeicher brav so taktet, wie es sich eben gehört. Das Virenprogramm findet nichts, auch keine Spybots oder Malware. Die Festplatte wird regelmäßig defragmentiert und ich lasse den CCleaner drüber laufen. Meine letzte Hoffnung: Neu aufsetzen. Ich hoffe, dass das Problem damit dann behoben ist.

Edit: Habe den PC jetzt neu aufgesetzt. Bisher läuft er einwandfrei. Aber wir wollen den Tag ja nicht vor dem Abend loben und warte daher noch eine Woche, bevor ich in Jubelei ausbreche.

Dafür piepst der Tower jetzt. Bei jeder Meldung. Ein lautes „Döööttt!“ Kein Plan, wie man das abstellen kann. Ihr vielleicht?

Was ist dein Lieblingsprogramm für PC oder Mac und wieso würdest du es empfehlen?

Mein Lieblingsprogramm ist wohl eindeutig iTunes. Egal ob zuhause oder im Büro, das erste, was installiert wird, ist iTunes. Da ich meine Lieblingstitel immer auf meinem iPhone mit mir herum schleppe und ein Fan von Wiedergabelisten bin, eignet sich das Programm dazu am besten. Einfach iPhone anstöpseln, und sämtliche Listen werden übersichtlich aufgezeigt. Es ist einfach zu handhaben – für mich also perfekt geeignet – und die stilsichere und schlichte Optik trifft einfach meinen Geschmack. Nebenher kann ich ganz bequem im Store schnuppern und meine Apps auf dem iPhone verwalten und sortieren. CDs lassen sich ebenso bequem abspielen und – für die ganz genauen unter uns, wie mein Vater – man kann seine Musiktitel sogar ganz übersichtlich ausdrucken.

Welche Funktion deines PCs oder Macs möchtest du nicht mehr missen und wieso?

Also falls man das eine Funktion überhaupt nennen kann, dann ist das wohl das Internet. Ohne Internet geht gar nichts. Nicht einmal mein Handy macht dann noch so viel Spaß. Mein PC ohne Internet, das wäre doch nur noch ein unbequemer Fernseher oder eine aufwändige Musikanlage.

Internet begleitet mich überall hin. Zuhause in meiner Freizeit, wenn ich auf dem Fußballplatz bin und meine Mädels anfeuere, wenn ich in der Bahn sitze, im Büro (ja ich weiß, böse, aber ich kann nicht anders!) – nirgends ohne. Die Möglichkeit von zuhause aus per Mausklick über meine Lieblingskünstler in Japan stets informiert zu sein ist einfach genial. Ohne Internet – ich mag es mir gar nicht vorstellen.

Welches (Apple-)Produkt würdest du dir am liebsten schenken lassen?

Das ist eine schwere Entscheidung. Hätte ich Geld genug, ich würde vermutlich so ziemlich alles von Apple kaufen. Damit oute ich mich ganz offiziell als addicted. Aber damit kann ich leben.

Ich denke, am Ende würde ich mich für einen iMac entscheiden. Und zwar für 21,5“ Version (einfach weil die 27er Version mir doch etwas zu groß wäre). Ich bin ein Fan von allem, was schlicht und durchdacht ist. Der iMac als All-In-One-Computer ist nicht nur eine platzsparende Lösung, er ist auch technisch genau das, was ich mir unter einem leistungsstarken Mac vorstelle. Und stylish ist er auch noch. Die Tatsache, dass meine Cousine noch jeden Laptop und PC innerhalb der ersten 12 Monate geschrottet hat, ihr Mac aber die letzten 2 Jahre unbeschadet überstanden hat, tut sein übriges.

Warum dann kein MacBook? Weil ein Laptop für mich nur eine Unterwegs-Lösung ist.

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